Streuwiesenpflege

Die Nutzung der Streuwiesen ist heute für den Landwirt nicht mehr rentabel. Da sich ohne die traditionelle Herbstmahd allmählich eine artenarme Faulbaum- und Erlenwildnis entwickeln würde, fördert der staatliche Naturschutz die Mahd der Streuwiesen. In Kooperation mit den Maschinenringen und der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim werden brachfallende Streuwiesen „re-kultiviert“.

Besonderes Augenmerk liegt auf Schutzmaßnahmen für wiesenbrütende Vogelarten, allen voran für den in Bayern vom Aussterben bedrohten Brachvogel (Numenius arquata) und die Bekassine (Gallinago gallinago). Üblicherweise strebt der Naturschutz in offenen agrarischen Landschaften eine Anreicherung von Gehölzen an. Im Sonderfall der letzten erhalten gebliebenen Wiesenbrütergebiete gilt das Gegenteil! Weil Wiesenbrüter übersichtliche und baumarme Flächen benötigen, werden Gehölzstrukturen, die erst in den letzten Jahrzehnten aufgewachsen sind, innerhalb des Brutgebietes stellenweise beseitigt.

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Auer Weidmoos aus der Vogelperspektive Mähgutverwertung Brachvogel