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Rosenheim, 28. Februar 2006

 
Auftakt zum Naturprojekt „Rosenheimer Stammbeckenmoore“
Landrat stellt Pflegemaßnahmen zum Schutz der Wiesenbrüter vor
Seit Dezember ist der Diplom-Geoökologe Ralf Strohwasser als Projektbetreuer im Auftrag der „Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung“ im Landkreis Rosenheim für das Naturschutzprojekt „Rosenheimer Stammbeckenmoore“ im Einsatz. Landrat Dr. Max Gimple machte sich jetzt vor Ort im Auer Weidmoos ein erstes Bild von den notwendigen Arbeiten.
Als Teil des 42 Quadratkilometer großen Moorgebiets zwischen Bad Feilnbach, Raubling und Rosenheim soll auch das Auer Weidmoos in den nächsten fünf Jahren ökologisch aufgewertet und gesichert werden. Landwirte beginnen dort bereits mit der Entbuschung von Brutrevieren wiesenbrütender Vogelarten.
Ist der Naturschutz normalerweise darauf bedacht, in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen Gehölzstrukturen zu schützen, um dort Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, so wird in den letzten erhalten gebliebenen Wiesenbrütergebieten eine andere Strategie verfolgt. Wiesenbrüter wie Brachvogel, Bekassine oder Kiebitz benötigen nämlich für ihr Brutrevier ein gehölzarmes und damit weit überschaubares Umfeld. Höhere Gehölze, die Ausschau haltenden Nesträubern als Ansitzwarten dienen, werden hingegen von diesen heute extrem selten gewordenen Vogelarten weithin gemieden.
Die Entbuschungsarbeiten der Landwirte sollen sich - wie Projektbetreuer Strohwasser dem Landrat im Auer Weidmoos erklärte - positiv auf den Bruterfolg der Wiesenbrüter auswirken.

Auftakt

Gemeinsam mit einigen Vertretern der Landwirtschaft und einigen Mitarbeitern begutachtet
Landrat Dr. Max Gimple (ganz rechts) die ersten Entbuschungsarbeiten im Auer Weidmoos.

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